Nordglanz – Werwolf Revolte (Mediabook)

Produzent/Label: Das Zeughaus
Erscheinungsjahr: 2019
Format: Album
Lieder: 10
Gesamtspielzeit: 74:14 Minuten
Genre: Pagan / Folk Metal, Black Metal
Pressnummer: Nordglanz – Werwolf Revolte Limited
Zusätzliche Information: Erschien auch in einem auf 666 Stück limitierten Mediabook mit zwei Bonustiteln.

Vor 20 Jahren wurde Nordglanz von Njord als Ein-Mann-Projekt ins Leben gerufen. Mit der Zeit stießen weitere Musiker hinzu und es wurde fleißig produziert. Heute sind wir beim 8. Album angekommen und was Nordglanz da zu bieten haben, lest ihr hier:

Zur Aufmachung

Die Vorderseite zeigt den Nordglanz-typischen Schriftzug über einem Wappen, das einen Wolfkopf und zwei gekreuzte Stiehlhandgranaten zeigt. Der Titel „Werwolf Revolte“ befindet sich unter dem Logo. Da mir „nur“ das Mediabook vorliegt, werde ich nur diese Aufmachung beschrieben können. Auf der Rückseite fressen Wölfe einen am Boden liegenden Hirsch. Darunter die Titelliste und die Logos vom Designer Mudhater, sowie dem Label Das Zeughaus und die Handnummerierung der 666 Exemplare. Die Seite im Beiheft beinhalten alle Texte – auch die der beiden Bonustitel, Fotos eines Nordglanz Auftrittes, sowie weitere Wölfe. Die gesamte Aufmachung ist in schwarz-weiß gehalten – der einzige Farbkleks ist das blaue Auge des Wolfes auf der Front. Das Mediabook sieht sehr hochwertig aus.

Zur Musik

01. Der Pfad
02. Revolte
03. Walkyria
04. Mourning Soul *
05. Mit uns oder gegen uns
06. Totenwanderung
07. Nova Europa
08. Zurück in die Wälder
09. Volkstod
10. Werwolf
11. Der Schächter (Bonus)
12. Utøya (Bonus)

* Im Original von Absurd

Was Nordglanz hier musikalisch abliefern, ist eine atmosphärische Scheibe, die ich nicht als Black Metal, sondern vielmehr als sehr melodischen Folk Metal im depressivem Akustikgewand betiteln möchte. In jedem Song steckt enorm viel Arbeit, sodass Nordglanz keine Titel nach 08/15-Schema präsentieren, sondern vielmehr komplexe Strukturen aufgebaut haben, um den Hörer zu faszinieren. Titel mit mehr als 5 Minuten Spiellänge sind hier keine Seltenheit. Das längste Lied hat entspannte 10 Minuten zu bieten 😀 Kein Wunder, dass so 74 Minuten schnell gefüllt sind (bei der Jewel Case Version sind es nur 61 Minuten).

Textlich dreht es sich zum Beispiel um das Ausführen von Schlachten und das Hinauftragen der Walküren nach dem Tod (Walkyria), den Russlandfeldzug im II. Weltkrieg (Totenwanderung) oder aber das Kommando We(h)rwolf, das zum Kriegsende mit Sabotageaktionen den Feinden schwer zu schaffen machte. Moderner geht es in den Liedern „Volkstod“ und „Nova Europa“ zu, in denen die anhaltende Masseninvasion der letzten Jahre und der Volksaustausch thematisiert wird. Zeitlose Lieder wie das Verräter-Abrechnungslied „Mit uns oder gegen uns“ oder das Natur verehrende „Zurück in die Wälder“ sind ebenfalls vorhanden.

Ganz interessant finde ich die Interpretation von Absurds „Mourning Soul“ – ein Lied, welches oft nachgespielt wurde, aber selten eine so eingene Note bekam. Zum Bonus: Sehr eingängig und melodisch kommt das Lied „Der Schächter“ daher und bahndelt weniger „den“ Schächter, als das Schächten an sich. Tolle Nummer! Weniger melodisch, dafür umso schneller und härter ist das auf englisch gesungene Utøya, das die idyllische norwegische Insel beschreibt auf der im Juli 2011 durch A. B. Breivik 69 Menschen starben, darunter viele Jugendliche und junge Erwachsene, die mit unseren JuSos vergleichbar sind.

Mein Fazit

Mit Nordglanz‘ Musik habe ich mich noch nie richtig befasst. Das Musikangebot in der nationalen Szene und Bewegung ist ja auch riesig. Liebe Grüße an Das Zeughaus, das mir das aktuelle Album der Hessen bereit stellte. Der erwartete typische Black Metal blieb aus und ich wurde von komplexen Titeln überrascht, die auch gerne mal ungewöhnliche Musikinstrumente, wie die Geige, den Kontrabass oder die Maultrommel beinhalteten. Auch ein Akkordeon soll gespielt werden, das habe ich aber wohl überhört – Schande.

Was Nordglanz hier abliefern ist wirklich ganz große Kunst und ich möchte vermuten, dass die Aufmerksamkeit und die Wertschätzung zu kurz kommen werden bei dieser Platte. Natürlich ist sie sauber produziert und strotzt nur so vor Einfallsreichtum, doch ist es eben kein „Easy Listening“ Album. Ich halte sie für großes Handwerk!

Hier ist das Musikvideo zum Titel „Valkyria“

Zurück in die Wälder

Nova Europa

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