Barbaren – amoK

Barbaren – amoK

Produzent/Label: PC Records
Erscheinungsjahr: 2017
Format: Album
Lieder: 11
Gesamtspielzeit: 39:48 Minuten
Genre: Harter Rechtsrock
Pressnummer: PC164 http://www.pc-records.com
Zusätzliche Informationen: Die CD gibt es auch im handnummerierten DigiPak (500 Stück).

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich da ran kam, aber als ich damals die Demo hörte, war ich hin und weg von der Band. Es folgten Sampler- und Splitbeiträge, sowie das Vollalbum, welches ich heute noch zu den besten VÖs des härteren Rock zähle. Die Musik reißt mit, sie besitzt einen einzigartigen Groove, außergewöhnliche Lyrik, die auf einen großen Wortschatz zurück greift und eine Stimme, die Wut absolut authentisch transportiert.

Wenn man bedenkt, dass von der ursprünglichen Gruppe nur noch der Sänger dabei ist, ziehe ich den Hut vor den Musikern, die den einzigartigen Stil dieser Band wunderbar adaptiert haben. Ich freue mich sehr, dass dieses Album noch entstanden ist und es die Barbaren präsentiert, wie sie sein müssen: Hart, wütend, mitreißend!

Zur Aufmachung

Abermals reicht es aus, wenn man statt des Bandnamens und des Albumtitels ein knöchernes „B“ auf der Front zentriert. Der Hintergrund zeigt ein düsteres Szenario von Zerstörung und Tod. Alle Texte und passende Fotos zieren das Hochglanzbeiheft, welches in der DigiPak-Version eingeklebt ist.

Zur Musik

01. Intro
02. Freiheit
03. Euer Gott
04. Flaggschiff
05. komA
06. Es flammt
07. Monster aus Stahl
08. Journaille
09. Deutschland ist…
10. Ich sah…
11. Mein Weg

Die Lyrik beschäftigt sich meist mit modernen Themen und Ereignissen. So wird die aktuelle Lage in Deutschland in „Flaggschiff“ metaphorisch mit einem Schiff dargestellt, dass sich auf einem Irrkurs befindet. Gerade Kleinigkeiten wie „Backbord, der Feind in Sicht“ zeugen von versteckten Botschaften, wie ich sie beispielsweise bei Valhöll so schätze. Die Religionsfeindschaft des Sängers wird im Titel „Euer Gott“ ausgiebig erkenntlich gezeigt. Für das Titellied „komA“ hat man sich tatsächlich Rammsteins Till Lindemann ins Flaggschiff geholt – könnte man meinen 😉 Ein blinder Passagier findet sich aber wirklich wieder, denn Uwocaust schnauzt gegen die reißerische Lügenpresse im Lied „Journaille“. Um ein wenig geschichtlich zu werden, glorifiziert man deutsche Panzerbaukünste in „Monster aus Stahl“. Am düstersten ist der apokalyptische Text zu „Ich sah…“; nicht weniger düster, aber dafür persönlich ist der Abschlusstitel „Mein Weg“.

Mein Fazit

Musikalisch grooven die meisten Lieder wie Hölle und es gibt nur wenige Passagen, die mir gar nicht gefallen. Thematisch wird auch ein breites Feld abgesteckt, vor allem werden viele moderne oder zeitlose Themen besprochen. Die aggressive Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert und lädt mich zum Mitbrüllen im Auto ein, bis ich Kopfschmerzen bekomme vor lauter Anstrengung. Ich bin absolut begeistert von diesem tollen Album. Neben Mic Revolt ein heißer Anwärter auf die CD des Jahres – aber warten wir erstmal die deutsch-ungarische Ko-Produktion Moshpit und die kommende Act of Violence ab.

Pflichtsongs:

  • Flaggschiff
  • komA
  • Monster aus Stahl
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2 Gedanken zu “Barbaren – amoK

  1. Bis jetzt die mit Abstand beste CD von 2017 für mich. Die Stimme passt wie die Faust auf’s Auge zu der guten instrumentalischen Leistung, der Stil der Band ist sehr gut. Die Texte sprechen eine ein deutliche Sprache und sind perfekt umgesetzt. Komisch das mir das Vorgängeralbum nicht zusagt und ich eher endtäuscht war als ich sie bekam. Bleibt zu sagen unbedingt kaufen, Hass pur !!!

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