14 Sacred Words – Not Alone

XIV Sacred Words – Not Alone

Produzent/Label: OPOS Records
Erscheinungsjahr: 2017
Format: Album
Lieder: 13 / 5
Gesamtspielzeit: 46:21 Minuten / 21:11 Minuten
Genre: Metalcore, Metal
Pressnummer: 14sacred words / Bonus
Zusätzliche Information: Erschien auch in einem DigiPak mit Bonus-CD (Limit 444 Stück).

Vorwort

Wo manche Core-Bands vier oder fünf Mitglieder für brauchen, meistert der New Yorker „Jason Augustus“ alles im Alleingang. Als internationales Label stellten sich OPOS Records bereit, wie bereits bei seiner Mini-CD aus dem letzten Jahr. Wahnsinn! Es ist ja schon erstaunlich, dass man heutzutage aus (Nord-)Amerika so wenig nationale Musik hört, dass man sie an einer Hand abzählen kann. Zu 2016 fallen mir nur noch BfG, Final War und Downright Hateful ein. Umso interessanter finde ich die Texte des jungen Musikers, der optisch eher unauffällig aussieht.

Zur Aufmachung

Die Optik der Front erinnert mich sofort an jüngere Horrorfilme. Personen mit blassen, ausdruckslosen Masken bekleidet, bilden eine anonyme und bedrohliche Einheit. Dieser Horror-Look zieht sich durch die gesamte Aufmachung und gefällt mir ausgesprochen gut. Der Grafikkünstler Mudhater Design hat hier ganze Arbeit geleistet, alles gekonnt in Szene zu setzen. Das Beiheft beinhaltet alle Texte, gut leserlich, jedoch nicht die Bonustitel der zweiten CD, was ich sehr schade finde. Leider gibt die schöne Aufmachung keinerlei zusätzliche Informationen her, außer dass das Logo ebenfalls von Jason entworfen wurde. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrund gewünscht.

Zur Musik

Reguläre CD
01. A Declaration of War
02. Hate me
03. Break the silence
04. I, Racist
05. The Devil wears our face
06. Unbreakable
07. Not alone
08. To the fields of Elysium
09. For the fallen (Instrumental)
10. The Monster you made me
11. Victim Wars
12. Back home
13. Europe arise

Bonus CD
01. This is your cemetery
02. I am no one
03. Any day but today
04. Nothing is left
05. Carry this vengeance to hell (2006 Demo)

Die Musik von 14 Sacred Words würde ich als modernen Metalcore bezeichnen, der ein donnerndes Schlagzeug, zurückhaltende Gitarren und einen präsenten Synthi (Wassertropfenglockenspiel ;)) besitzt. Auch wenn 14SW ihren eigenen Stil haben, könnte man sie am ehesten mit Caliban oder Heaven Shall Burn vergleichen. Der Gesang ist entweder gescreamt oder gegrowlt; manchmal auch übereinander gelegt. Was mir bei der Promo jetzt nicht so störend auffiel ist, dass die Gesangsspuren zu rauschend klingen und ruhig klarer hätten sein können; vermutlich ’ne Mixgeschichte. Inhaltlich wird zum Beispiel mit der medialen Gehirnwäsche in den Staaten abgerechnet,Nationalismus,  Stolz sein auf und Schutz der weißen Rasse (White Power), Anti-Zionismus, aber auch ein Appell an Europa aufzustehen und zu kämpfen, als nur stumm dem eigenen Untergang entgegen zu blicken.

Nun zur Bonus-CD. Ganze fünf Lieder werden uns als Bonus präsentiert, wovon vier sich vom Stil des regulären Albums durch mehr im Vordergrund stehende Metalgitarren und deutlich weniger bis gar kein Klavier / Synthie unterscheidet. Hierbei handelt es sich um Aufnahmen aus dem Jahr 2015, in dem der 14SW-Klang noch in seiner Findungsphase war. Zu den Liedern hätte eine klare Metalstimme noch besser gepasst. Das letzte Lied „Carry this vengeance to hell“ ist klar als Demo-Aufnahme aus dem Jahr 2006(!) deklariert und klingt einfach genauso fett, wie alles andere! Nur Jason selbst zeigt sich viel selbstkritischer und bemängelt auf hohem Niveau die „poor quality“, wie er mir schrieb. Dies ist eine seiner ersten eigenen Aufnahmen, die ich vom Stil her dem Metalcore zuordnen würde.

Mein Fazit

Jedes Lied ist sauber gespielt und verfügt über gut durchdachte Strukturen. Um mir Ohrwürmer heraus zu picken, muss ich das Album jedoch öfter hören. Bekannt von der Mini-CD sind die Lieder „A declaration of war“ und „Unbreakable“, darum hat man dieses „Ahhhh, kenn ich“-Erlebnis beim Hören. Gerade weil alles sehr ähnlich klingt, fällt es mir schwer persönliche Lieblinge oder Anspieltipps zu nennen. Ich finde das Album als Gesamtwerk sehr gut gemacht und wünsche, dass er Musiker findet, um endlich live auftreten zu können.

Ich habe außerdem von Jason erfahren, dass es auch eine US-Version von „Not Alone“ geben wird auf dem „Label 56„, bei dem die Texte deutlich härter und die Gegner konkreter genannt werden sollen. Wer nicht genug bekommt von diesem virtuosen Musiker, der sollte sich mal sein neues Projekt anhören namens He was right.

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