Überzeugungstäter – Entscheidungsträger

Überzeugungstäter – Entscheidungsträger

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Produzent/Label: Glaube – Wille – Tat
Erscheinungsjahr: 2016
Format: Album
Lieder: 12
Gesamtspielzeit: 52:26 Minuten
Genre: Hard Rock
Pressnummer: GWT 008
Zusätzliche Informationen: Erschien auch im DigiPak (800 Stück) und in einer Lederhülle mit Bilderrahmen (200 Stück).

Nach vier Jahren und etlichen anderen Leopold-Projekten erscheint nun endlich das zweite Album der Band Überzeugungstäter. Die Erwartungen sind sehr groß gewesen, da man bereits auf der Split mit Sturmwehr im Jahr 2013 eine Steigerung hören konnte. Insgesamt sind es zwölf Lieder geworden, wovon eine Neuaufnahme dabei ist und ein Titel, bei dem ein Gastsänger den Gesang übernimmt. Beide genannten Titel sind am Ende der Titelliste zu finden und werden von mir als Bonus angesehen.

Zur Aufmachung

Die normale Version besticht schon alleine durch die Front, auf der drei Ritter hinter einem Wappen stehen. Darüber prängt in gold-gelb der Bandname Überzeugungstäter, während auf der unteren Banderole der Albumtitel steht. Die gesamte Gestaltung ist bräunlich gehalten und die Schrift passend in gelb. Das gibt einen guten Kontrast, sodass man die Texte sehr gut lesen kann. Auch die Aufteilung aller Texte ist sehr gut gelungen. Die Kehrreime sind sogar fett hervorgehoben. Auf der CD selber prangt wieder ein Ritter und der Bandname.

DigiPak

Mit der gleichen Aufmachung, jedoch etwas schöner wie ich finde, kommt das DigiPak daher, das ich der Haptik wegen in der Regel schon einem Jewel Case vorziehe.

Lederhülle

In einer schwarzen Kunstlederhülle, die mit goldfarbenem Ritter und eben solcher Titelliste bedruckt wurde, erscheint die stark limitierte Version dieses Albums. Dazu gibt es das normale Beiheft, sowie eine Limitierungskarte und einer zusätzlichen Limitierungskarte in einem schwarzen Bilderrahmen. Das Ding sieht wahrlich edel aus und war auch sehr schnell ausverkauft.

Zur Musik

01. Vorwort
02. Tausend Jahre
03. Entscheidungsträger
04. Der Architekt
05. Zu Ehren unserer Toten
06. Die graue Uniform
07. Wolfsschar
08. Lewer duad üs Slav!
09. Hopfen und Malz
10. Sonnenritter
11. Zu Sklaven geboren?!
12. Armlänge Abstand

01. Vorwort

Als Eröffnungstitel wurde ein Zitat aus Dr. Pierre Krebs Vortrag „Die Revolution des Ethno-Sozialismus“ gewählt, das ebenfalls ein Rezitat vom österreichischen Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt ist.

02. Tausend Jahre

Ein kräftiger Opener, der zum Bewegen einlädt. Inhaltlich sehnt man sich hier nach einer Führungsperson, die aus der Mitte unseres aushaltenden starken Volkes hervorsteigt, die es wieder in die Glückseeligkeit führt – auch wenn es tausend Jahre dauern soll… Ein Titel voller Zuversicht.

Besseres kann kein Volk vererben, als der eigenen Väter-Brauch.
Denn wenn des Volkes Bräuche sterben, stirbt des Volkes Seele auch.

03. Entscheidungsträger

Der Titelgeber behandelt die Überrennung Europas, dessen Untergang in unser aller Händen liegt, denn wir sind Träger der Entscheidung: Leben oder Untergang! In einigen Ländern hat man selbst in der hohen Politik bemerkt, wie es um Europa steht und da wird sich gewehrt. Darum geht dieser Appell hauptsächlich an uns Deutsche. Rettet Europa, seine Völker und seine Jahrhunderte alten Traditionen.

Wo Humanismus Einzug hält, der Fremde sich über dich stellt.

04. Der Architekt

Wenn ein Lied auf diesem Album auch ohne Probleme von Übermensch hätte sein können, dann wohl dieses hier! Tempowechsel, Klargesang, treibende Beats und melodischer Rock – ein wunderbares Werk! Inhaltlich dreht es sich um Hintergrundmächte, die Architekten gleich Konstrukte aufbauen, die sie selbst entworfen haben. Eine äußerst passende Metapher, die ich in der Form noch nicht gehört habe.

Ohne dich kann er nicht existieren, nur durch dich kann er verlieren!

05. Zu Ehren unserer Toten

Ein melodisches Mitsinglied in simpel gestrickter und darum so eingängiger Manier ist das Lied, dass uns an die Werke unserer Ahnen erinnern soll. Wir sollen unsere Toten, wie auch ihr Schaffen ehren. Gemeint sind nicht nur Bauten, sondern auch Werte und Traditionen – und natürlich die Blutlinie rein halten. Ein sehr schönes Lied. Beim Zitat hab ich etwas getrickst:

Wer nicht deutsch fühlt, (…) soll (…) niemals politisch, das deutsche Volk vertreten.

06. Die graue Uniform

In einem typischen RAC-Gewand, also „einfacher“ eingängiger melodischer Rock, wird aus der Sicht eines Veteranen gesungen, der von seiner Zeit bei der Wehrmacht erzählt. Schon als Junge wünschte er sich es seinem Vater gleich zu tun, der 1914 schon in Ostpreußen kämpfte, und die Linie der Militärtradition fortzuführen. Als alter Mann erträumt er sich nicht nur die Wehrmacht zurück, sondern wieder ein Teil von ihr zu werden. Der Klargesang ist hier absolut passend eingebaut, da die Verbundenheit zur Uniform sentimentale Erinnerungen in ihm hervorruft. Die Uniform als Zeichen der Einheit und Gleichheit im Kampf für eine gemeinsame Sache. Kritisch wird die Darstellung der Soldaten seit 1945 beleuchtet. Die Botschaft dieses Liedes ist klar: Ruhm und Ehre der Wehrmacht! Vergesst uns nicht! In meinem Bekanntenkreis erweckte dieses Lied das meiste Interesse.

Ihr, die die Treuen als Mörder hinstellt, in 100 Jahren kein Hund nach euch bellt.

07. Wolfsschar

Deutlich härter geht es in diesem Lied zur Sache, welches vom Widerstandskampf der Werwölfe erzählt. Passend zur Thematik wird musikalisch die Kampfeslust im Hörer geweckt und angetrieben. Besonders ermutigend ist der Absatz in dem von Größenunterschied gesungen wird, dass man trotz eines großen Gegeners (Koloss genannt, wie schon bei Übermensch und Leopold) in der Unterzahl überlegen ist und der Feind sich vor den Taten der vaterlandstreuen Wölfe fürchtet. Ein wahrer Angriff auf das Tromelfell!

Damals wie heute – dem Leitspruch treu. Setzt euch zur Wehr. Viel Feind, viel Ehr!

08. Lewer duad üs Slav!

Dem Titel nach handelt es sich hier eindeutig um ein Freiheitslied, dessen friesischer Titel „Lieber tot als Sklave“ bedeutet – wer es nicht versteht 😉 Am Beispiel von Pidder Lüng, der Protagonist im gleichnamigen Gedicht des Lyrikers Detlev von Liliencron (1844 – 1909), werden die Abgaben kritisiert und dass sie hauptsächlich zur Finanzierung der gehobenen Lebensumstände der Obrigen genutzt werden. Pidder Lüng ist ein Fischer auf Sylt, im Gedicht stellvertretend für die mittelalterlichen Friesen stehend, der sich der Abgaben gegen Henning Pogwisch verweigert, stellvertretend für die dänische Herrschaft. Hier wechseln sich Klargesang und Gebrüll sehr gut ab. Es gibt auch eine schöne Version von Achim Reichel.

Ehe sie euch ganz verderben, ruft es auch nochmal im Sterben!
Lewer duad üs slav!

09. Hopfen und Malz

Das Sprichwort „Da ist Hopfen und Malz verloren“ stammt aus der Bierbrauerei, wie man unschwer erkennt, denn wenn beim Brauvorgang etwas schief ging, konnte man nichts mehr retten und die wichtigsten Zutaten – Hopfen und Malz – waren verloren. Inzwischen wendet man dieses Sprichwort auch bei Personen an, die – um es salopp auszudrücken – unveränderbar wertlos sind. Zuerst hielt ich das Lied für eine Szene-Reflexion, doch glaube ich, dass es auf die gesamte deutsche Bevölkerung gemünzt ist. Asoziale finden sich schließlich überall. Eine weitere Redewendung ist, dass Schläge auf den Hinterkopf das Denken anregen, wie ein herzhafter Tritt gegen ein mechanisches Ungetüm oder technische Spielereien, die eh nie funktionieren, wie sie sollen.

Mit Anlauf – ohne Zwischenstopp – Schläge auf den Hinterkopf.

10. Sonnenritter

Ziemlich fröhlich und etwas entspannter rockt man bei „Sonnenritter“ los. Der Name ist sehr schön gewählt, denn die Sonne ist Lebensspender, Wohlfühler und Wärme zugleich. Alles positive Eigenschaften für die es sich zu kämpfen lohnt. Auch die Metapher, dass das Licht die Dunkelheit verdrängt, ist hier sehr passend gewählt. In den Strophen hätte ich mir Klargesang gewünscht, wie in dem Zwischenspiel am Ende („Verweigern sie…“); das hätte besser mit der Musik harmoniert. In den Kehrreimen passt die raue Stimme sehr gut.

Doch kein Feuer kann verbrennen, was für die Ewigkeit bestimmt!

11. Zu Sklaven geboren?!

Als vorletztes Lied kommt eine Neuaufnahme eines Titels, der vom indizierten Pommern Sampler stammt. Textlich unverändert, aber musikalisch fetter aufgebauscht und minimal mehr Klargesang. Inhaltlich setzt man sich damit auseinander, dass man sich als „Sklavenvolk“ von seinen Ketten befreien muss und zu alter Stärke erblühen soll.

Ist es zu schaffen ein allerletztes Mal oder ist uns’re Idee besiegt?

12. Armlänge Abstand
Gastgesang: Blutlinie

In der Silvesternacht 2015/2016 kam es deutschlandweit zu massiven Übergriffen von „jungen Nordafrikanern“ (überwiegend Invas Flüchtlinge, wie man lesen könnte) auf Frauen. Ein Fall wurde besonders bekannt, da sich die Oberbürgermeisterin von Köln Frau Henriette Reker in einem Interview so äußerte, dass man als Frau eine gewisse Distanz einer Armlänge zu fremden Personen einhalten solle. Auch wenn es irgendwo gut gemeint war, so war es auch äußerst naiv. Frau Reker wurde bestimmt nie von einer 10-köpfigen Gruppe notgeiler Teenies bedrängt und begrapscht. Die nehmen keine Rücksicht auf Armlängen, die nehmen sich, was sie wollen. Alles eine subjektive Auslegung der Gastfreundschaft. Besonders die Frauen, die Opfer dieser Silvesternacht, hätten sich Rückhalt gewünscht und keine lächerlichen Tipps. Als Antwort gab es viele spöttische Fotos, auch aus der guten Schwarz-Weiß-Zeit und eben jetzt dieses Lied, bei dem der Schreihals von Blutlinie den Gesang übernimmt.

Denn wer den Arm hebt ist couragiert!

Mein Fazit

Was hier mit dem Entscheidungsträger abgeliefert wurde, schlägt das Album Nachkriegsschweigen um Längen, wie ich finde. Damals fand ich die Musik zu monoton, bis auf das Titel gebende Stück ist keins wirklich hängen geblieben. Ich freue mich, dass Elemente des Projekts „Übermensch“ übernommen wurden, wie die wiederkehrende Wortwahl: Koloss, Die Ästhetik der (Ahnen)Schöpfung, der Klargesang und einige Core-Elemente. Das bringt Dynamik und Abwechslung ins Album! Die Texte sind überwiegend allererste Klasse, eine hervorragende Wortwahl. Ein sehr hochwertiges Werk! Ich bin begeistert und hoffe, dass die Hörer es verinnerlichen und nicht bloß konsumieren.

Zu den Favoriten zähle ich:

  • Entscheidungsträger
  • Der Architekt
  • Die graue Uniform
  • Wolfsschar
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2 Gedanken zu “Überzeugungstäter – Entscheidungsträger

  1. Finde, die Scheibe ist nur gutes Mittelmaß. Das ist aber eindeutig der Abmischung geschuldet, welche für meinen Geschmack absolut drucklos daher kommt. Das wurde beim Erstling besser gelöst.
    Auch ist meiner Meinung nach die Stimme viel zu laut aufgenommen und das Schlagzeug hat überhaupt keinen “ Bumms “ . Schade.

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