Baltic Storm – Nordlichter

Baltic Storm – Nordlichter

Produzent/Label: PC Records
Erscheinungsjahr: 2016
Format: Album
Lieder: 13
Gesamtspielzeit: 41:12 Minuten
Genre: RAC
Pressnummer: PC150

Baltic Storm, Sturm über der Ostsee, kann man machen, der Bandname ist schon mal genehmigt. Die Hörproben lieferten hier auch schon einen guten Eindruck von dem was einen dann auch auf der Platte erwarten würde. Geradliniger RAC, aber nicht aus den 80ern, sondern durchaus 2000er tauglich.
Diese neue Band aus Mecklenburg präsentiert hier nun ihr Debüt mit 13 Liedern und das Dargebotene kann sich durchaus hören lassen, gerade für eine Erstlingsscheibe.

Zur Aufmachung

Also das Cover gefällt mir schon mal gut. Zu sehen ist ein Leuchtturm, der passend zum Bandnamen in einer tobenden Brandung steht und als Sinnbild für Widerstand, Wind und Wetter trotzt. Im oberen Drittel sowas wie ein Bandschriftzug und im unteren Drittel unterstreicht der Albumtitel das Bild.
Auf den folgenden Seiten, des in grau gehaltenen Beiheftes, findet man pro Seite einen Text nebst einer passenden Illustration (Lied: Baltic Storm – Sturmwoge; Lied: Nordlichter – Barhocker, Lied: Freiheit statt BRD – Kamerabaum, etc.). So weit, so passend.
Auf der Rückseite hat sich die ganze Angelegenheit wieder etwas beruhigt und man sieht einen beruhigten Meeresspiegel zum Sonnenuntergang der mit der Titelliste und dem Verweis aufs Label einen stimmigen Dreiklang bildet.
Für die Gestaltung gibt es von mir Gesamtnote 3.

Zur Musik

01. Baltic Storm
02. Deutschland
03. Nordlichter
04. Dein Weg
05. Freiheit statt BRD
06. Kraft aus dem Norden
07. Germania Erwache!
08. Pride & Honour
09. Wehrmachtssoldat
10. Nie wieder
11. Mecklenburg
12. Widerstand
13. Way to Victory

Die Scheibe fetzt von Anfang direkt mit vollem Tempo los und die Band schreibt sich hier mit „Baltic Storm“ eine zeitlose RAC-Hymne auf sich selbst. Ein recht annehmbarer Einstieg, muss man auf jeden Fall so sagen. Dem schließt sich das Lied „Deutschland“ an, eine lyrische Bestandsaufnahme vom Status Quo der Republik welche die Aufforderung beinhaltet mit offenen Augen durch die Städte zu gehen.
An dritter Stelle haben wir es bereits mit dem Titellied zu tun. Eine, rein musikalisch gesehen, durchaus gelungene Auswahl. Lyrisch liegt hier allerdings eine Huldigung auf die Feierei vor. Nichts schlechtes, nur auf einer politischen Scheibe nicht unbedingt als namensgebendes Stück geeignet. Persönliche Meinung. Und warum machen sies? Weil sie Nordlichter sind. 😉
Besser hätt ich Titel 5 gefunden, nicht nur vom Namen her (Freiheit statt BRD), sondern auch vom musikalischen her. Mit seinen melodischen und stimmlichen Passagen ist das für mich das klare Siegerlied der Platte, bei welchem der Titel bereits für sich spricht.
Und so plätschert das Album so vor sich hin. Zwar ohne wirkliche Highlights, aber auch ohne Ausfälle. Das gesamte Mittelfeld bildet sich aus gut hörbaren Rockstücken mit abwechslungsreichen Themen wie Stolz, Ehre und altem deutschen Soldatentum. Alles solide Lieder. Das hat man bei anderen Erstwerken schon ganz anders erlebt. Gefällt mir bis dahin recht gut.
„Nie wieder!“ ist sowohl Titel als auch Botschaft des 10. Liedes. Nie wieder Erniedrigung, nie wieder verlieren und so ist dieses Stück als Kampfansage zu sehen an alle die, die uns im Wege stehen. Komme was da wolle.
Mit „Mecklenburg“ setzen die Jungs auch ihrer Heimat an der Küste ein musikalisches Denkmal. Fast wirken die beiden vorletzten Titel so, als wenn sie ineinander übergehen, denn die Thematiken gehen ineinander über. „Es lebt der Widerstand!“ und das kann man ja durchaus so weitergeben.
Den Schluss bildet noch mal ein englisches Stück welches uns mit „Way to Victory“ den akustischen Weg zum Sieg weisen möchte. Gitarrenspiel und recht angenehmer Klargesang bilden eine Rockscheibe, die, ganz im Stil der 90er, mit einer Ballade abgerundet wird. Zumindest scheint es so, denn ab Mitte des Liedes entschied man sich dann doch noch mal für etwas rockige Töne. Schöner Abschluss.

Mein Fazit

Also für eine Debut-Scheibe hat man hier wirkliche Rechtsrock-Feinkost vorliegen. Ich denke ich übertreibe nicht wenn Baltic Storm ein heißer Kandidat für die Neulings-Band (um jetzt nicht Newcomer zu schreiben 😉 ) des Jahres. Mit dem doch recht ausgeprägten Küsten-Dialekt hat man dem ganzen noch etwas unverkennbares beigesteuert. Ich bin positiv überrascht, gerade nachdem ja 1-2 andere Platten in der jüngsten Vergangenheit auch als „gradliniger Rechtsrock“ angekündigt und beworben wurden und die mich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ließen, haben wir hier wirklich anständige Musik vorliegen. Es ist nichts besonderes, aber sie verstehen ihr Handwerk. Bin auf die zweite Platte gespannt. Als Gesamtnote eine solide 3.

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