Der Oberberger – Interior versus Externa

Der Oberberger – Interior versus Externa

2015-01 - Der Oberberger - Interior versus Externa

Produzent/Label: PC Records
Erscheinungsjahr: 2015
Format: Mini-Album
Lieder: 5
Gesamtspielzeit: 27:02 Minuten
Genre: Soft-Rock, Ballade
Pressnummer: PC-125 http://www.pc-records.com
Zusätzliche Informationen: Erschien mit Hochglanzbeiheft in einer Folientasche. Limitiert und nummeriert auf 500 Einheiten.

Vorwort

Für eine große Überraschung sorgte die zum Jahreswechsel veröffentlichte MCD von Der Oberberger, die von PC Records im Shop zum kostenlosen Herunterladen angeboten wurde. Ehrliche, persönliche Texte und ruhiger Rock unterstrichen die Authentizität des Künstlers. Diese Moderne in Kombination mit der Aufmachung trafen den Nerv der Zeit. Dem Ankündigungstext kann man entnehmen, dass es sich hierbei um die Nachfolgeband von Rufmord handelt, die jedoch, bis auf den Namen, nichts mit der Bremer Band zu tun haben. Der Name „Oberberger“ gibt einen konkreten Hinweis auf die Herkunft der Combo, nämlich das Bergische Land. Der eingangs erwähnte Download war als Kostprobe gedacht, um die knapp zwei Wochen später erschienene gepresste Version zu bewerben.

Zur Aufmachung

Die CD kommt nur mit einem Beiheft in Hochglanz, welches alle Texte beinhaltet. Die Gestaltung ist sehr modern und farblos gehalten. Auf der Front kann man einen Hügel oder Berg erkennen – was vermutlich eine Aufnahme des Bergischen Landes ist. Zentriert ist in großen Lettern der Bandname zu lesen; darunter sehr klein geschrieben der Titel der MCD. Über die folgenden Seiten sind die Texte im fortlaufenden Text zu lesen. Im Hintergrund wurden ebenfalls Landschaftsaufnahmen eingefügt, die selbst auf der CD selbst wieder zu finden sind. Auf der letzten Seite steht die Titelliste, das PC Records-Logo und die Limitierung. Was leider komplett fehlt sind Grüße, Informationen zur Entstehung dieser Formation und den Gastsängern.

Die Titelliste

01. Oberbergerlied
02. Geprägt
03. Mein Weg
04. Wie der Tag danach
05. Bis zum Schluss

Zur Musik

Im ersten Stück Oberbergerlied wird ein Fleckchen Deutschland besungen, welches Aufschluss auf die Herkunft des Künstlers gibt und seine Namensgebung erklärt. Eine sehr schöne und ruhige Rockballade. Die hier deutlich hörbare Freude wird im Lied Geprägt gänzlich rationalisiert. Anfangs war ich sehr verwirrt, wegen der Widersprüchlichkeit im Text – ich ging davon aus, er besänge eine verflossene Liebe – doch am Ende wird man überrascht und geschockt zugleich. Ein mutiger Schritt, den der Sänger hier wagt. Im Titel Mein Weg wird schneller Pop-artiger Rock gespielt zu des Sängers Worten, wie er seinen täglichen Kampf im Leben führt. Jeder versteht seinen Kampf auf eine eigene Weise, denn wer nicht gerade Probleme auf der Arbeit hat, wegen seiner Einstellung, der hat sie eben woanders. Doch eins eint uns alle: die Beharrlichkeit. Mitten im Lied Wie der Tag danach bricht der Interpret mit seinem Stil und es klingen Klänge aus dem Synthesizer aus den Boxen. Henry8, Frontmann von Häretiker und dem n’Socialist Soundsystem, gibt sich die Ehre und liefert einen astreinen Gastauftritt hin. Wer die Tonträger von Rufmord kennt weiß, dass es nicht das erste Mal war. Schon auf dem Rufmord Album „Alles bleibt so, wie es niemals war“ steuerte Henry einen Gastbeitrag in dem Lied „Wie ein Tag ohne dich“ bei. Dem Titel nach handelt es sich hierbei um das Nachfolgestück und behandelt die Sehnsucht, als Resultat einer beendeten Beziehung. Aufmerksame Hörer hören bestimmt auch einen weiteren Gastsänger heraus. Klingt sehr frisch und professionell! Die Mini-CD findet Abschluss mit dem Lied Bis zum Schluss, in dem es scheinbar um eine Beziehung geht, die durch Gerüchte und Redereien im Vorfeld zerbrochen zu sein scheint, ohne dass der Sänger auch nur eine Chance bekam. Nach und nach wird einem jedoch bewusst, dass es sich um eine sehr heimtückische Krankheit dreht und das Lied wirkt gleich viel persönlicher, als zuvor. Den hier auftretenden Gastsänger kann ich leider nicht identifizieren. Positiv möchte ich erwähnen, dass die raue Stimme des Sängers manchmal an Westernhagen erinnert, was mich auch gleich gefangen hat. Die Musik kann man als Rockballaden oder Soft-Rock bezeichnen – eine schöne Abwechslung zum sonst scharfen Ton im Rechtsrock.

Mein Fazit

Konnte ich auch rein gar nichts mit Rufmord anfangen, war ich mehr als überrascht, dass mir diese Mini-CD gefiel. Besonders beeindruckt hat mich das mutige Singen über das persönliche Schicksal im zweiten Lied. Außerdem kommen die Texte authentisch rüber, was mir bei Musik sehr wichtig ist, wird doch an jeder Ecke gern geheuchelt. Ich freue mich auf weitere Werke und hoffe, dass dieses Niveau gehalten – oder gar gesteigert – wird. Ein dickes Lob an PC Records, die die Mini-CD zum Jahreswechsel kostenlos zur Verfügung gestellt haben und sogar jetzt noch verfügbar ist!

Anspielempfehlung

  • Geprägt
  • Wie der Tag danach
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